Und was bleibt?

Trotz Homeschooling und Wechselunterricht, dem nur gegen Ende des Schuljahres sich kon­solidierenden Präsenzunterricht für alle und Kurzarbeit an vielen Theatern hat die Partner­schaftsarbeit, wenngleich in manchen Fällen mit Unterbrechungen, stattfinden können. Und es ist in allen Partnerschaften ein Ergebnis gelungen, das entweder im Gallus Theater „live“ gezeigt oder als Video zugänglich gemacht wurde. An dieser Stelle ist anzumerken, dass sich viele Theaterkünstler*innen in kurzer Zeit das Handwerkszeug zu Filmemacher*innen ange­eignet haben; ein Spartenwechsel, der nicht als selbstverständlich genommen und von daher noch einmal in besonderer Weise wertgeschätzt werden soll.

Das Ausmaß der Wichtigkeit Kultureller Bildung, gerade auch in der Zeit der Pande­mie, die Entbehrung, Isolation und Fokussierung auf die so genannten Kernfächer beinhal­tete, zeigt sich an den Ergebnissen: gemeinsam kreativ-künstlerisch zu handeln ist aus intrin­sischer Motivation der Schüler*innen selbst entstanden! Während am Präsenztag des TUSCHpektakels im Gallus Theater in den Produktionen Corona kein Thema war, kann man die entstandenen Videos gleichsam als zeitgeschichtliche Kommentare zu dieser gruseligen Zeit lesen und damit – auch – als aktive Auseinandersetzung der Schüler*innen mit sich und der Welt.

Ein weiteres turbulentes TUSCH-Jahr ist zu Ende gegangen: haben die Partnerschaften in der 13. Runde ihre Ergebnisse lediglich in einer Pressekonferenz vorstellen können, ist 2021 zu­mindest ein reduziertes TUSCHpektakel möglich gewesen: großartig der Tag im Gallus Thea­ter, bunt und vielfältig die Präsentationen der Videos auf der Plattform BBB. Der Dank geht an dieser Stelle an die Partnerschaften: den Künstler*innen, Lehrkräften und vor allem, den Schüler*innen! ALLE haben es möglich gemacht, dabei zu sein, ihre Arbeiten zu erläutern und das Jahr gemeinsam zu reflektieren. Wir werden sehen, was aus dem Bereich der Digita­lität uns weiterhin erhalten bleibt, ob sich der (Schul)-Theaterbegriff nachhaltig aufgrund der gefundenen „Not-Formate“ im digitalen Raum verändert, auch wenn alle wieder in die Thea­terräume zurückkehren (können). Unbedingt beibehalten werden sollen die Nachbereitungs­workshops für die Kinder und Jugendlichen: die waren in jeder Hinsicht ein Highlight!

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