TUSCHpektakel 2021

Am Montag, dem 21. Juni, war alles ein klein wenig so wie „früher“ – um 8 Uhr in der Früh war es noch recht still im Gallus Theater; bald darauf trudelte aber ein Trüppchen Kinder ein, mit Lehrerin und Künstlerin im Schlepptau und auf ging es auf die Bühne zur kurzen Stell­probe. Sechs Gruppen haben sich darauf vorbereitet, „live“ auf der Bühne Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit zu präsentieren: jeweils zwei Gruppen durften sich begegnen, der ganze Tag war dafür vorgesehen, um Lüftungspausen einzuhalten und Begegnungen mit anderen Gruppen zu vermeiden; zusätzlich wurden Räume im Amt für multikulturelle Angelegenhei­ten (stadtRAUM) genutzt, um dort, unter eigens dafür erstelltem Hygienekonzept, Work­shops für die Kinder und Jugendlichen durchzuführen.

Das Gallus Theater, so Winfried Becker bei seiner Begrüßung, hätte bereits eine Vor­stellung mit Publikum hinter sich; er freute sich riesig darüber, endlich einmal wieder, wenn auch nur in sehr begrenztem Rahmen, Kinder und Jugendliche auf und vor der Bühne zu se­hen. Dem konnte sich Elke Mai-Schröder, die scheidende Leiterin des Schultheater-Studios, nur anschließen.

Daphne Lipp von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die TUSCH nun im zweiten Jahr in Folge fördert, ist auch eigens gekommen, um die Partnerschaften im Gallus Theater zu begrüßen. Nach langem Verzicht käme doch ein wenig Freude auf, Präsentationen live anzuschauen und miteinander ins Ge­spräch zu kommen. Das Theater sei ein Ort, um kreativ sein zu lernen und Empathie zu üben; Theaterspielen eine gute Abwechslung oder auch Ergänzung zum Unterricht.

Schule, Theater und Gesellschaft gehören zusammen! Und Theater ist eine Kraft­quelle für alle.

Die Dezernentin für Integration und Bildung, Sylvia Weber, holte ein wenig weiter aus, indem sie deutlich machte, in welcher Weise Corona das Leben der Menschen verän­dert, ja: auf den Kopf gestellt habe: Gemeinsam wurden alle Menschen wieder zu Schülern und haben viel lernen müssen im Bereich der Virologie und der Digitalität, aber auch, mit Ar­beitslosigkeit und Armut umzugehen.

Die Worte der Dezernentin machen Hoffnung und Mut, waren doch die ersten beiden Gruppen, die präsentierten, Schüler*innen aus zwei Grundschulen: der Grundschule Berkers­heim mit den Burgfestspielen Bad Vilbel und der Bonifatiusschule mit Theater La Senty Menti.

Während danach erst einmal kräftig durchgelüftet wurde – das Wetter hat es gut mit uns gemeint und Sonne und Wind waren ausreichend vorhanden – und die Schüler*innen der beiden Grundschulen in nun zwei gemischten Gruppen jeweils von zwei Workshoplei­ter*innen ins AmkA gebracht wurden, fand im Konferenzraum des Gallus Theaters die Spiel­leiterinnenrunde statt. Insgesamt drei solcher Workshops gab es und genauso viele Ge­sprächsrunden.

Im Anschluss folgten zwei weitere Präsentationsrunden live im Gallus Theater.

Spielfreude, Lebendigkeit, Kraft, Körperlichkeit und Abstraktionsvermögen war bei allen Gruppen zu erle­ben.

12 weitere Partnerschaften versammelten sich an den folgenden beiden Tagen, Dienstag, den 22. und Mittwoch, den 23. Juni auf der Plattform BigBlueButton. Erstaunlich und großartig zu­gleich: somit haben insgesamt 18 Partnerschaften sich an diesem TUSCHpektakel beteiligt: 17 in diesem Jahr geförderte plus eine tusch+ Partnerschaft aus dem vergangenen Jahr. Auch hier galt das Partner-Prinzip: Jeweils zwei Gruppen trafen sich im digitalen Raum mit ihren Spielleitungen. Unterstützt durch NIMHA wurden digitale Formate angewandt, bei denen Menschen interaktiv miteinander ins digitale Gespräch und auch ins Spiel kommen: Beobachtungsaufgaben, Nutzung des öffentli­chen chats, Fragen zum Weiterdenken und Aufgaben über die Zeit der Videokonferenzen hinaus zeichnen ihre Arbeit beim digitalen SCHpektakel aus und wurden größtenteils gut an­genommen.

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