TUSCHplenum

Bericht TUSCH-Plenum am 10.3.2022 von 15 – 18 Uhr im Schultheater-Studio

Wieder einmal schien die Sonne an diesem wundervollen Vorfrühlingstag, wieder einmal konnten wir uns bei TUSCH live begegnen, was vor einem Jahr aufgrund der Pandemie nicht möglich war. Dennoch gilt es weiter vorsichtig zu sein: Ein Selbsterklärungsformular zur Kontaktnachverfolgung lag bereit; alle Teilnehmenden waren zusätzlich zur Impfung tagesaktuell auf Corona getestet, es bestand eine FFP2-Maskenpflicht und die Räumlichkeiten des Schultheater-Studios sind so groß, dass der nötige Abstand eingehalten werden konnte.

Zweierlei Gründe haben zur Auswahl des diesjährigen Themas „Improvisationstheater“ geführt: zum einen erschien uns der Spaß, der in dieser Grundform, dieser Ursprünglichkeit des Theaters überhaupt, steckt, angemessen nach immerhin zwei Jahren pandemiebedingter Theaterreduktion und Videokonferenzen, zum anderen hat sich diese Form in besonderer Weise beim letzten TUSCHpektakel bewährt: Die Partnerschaft English Theatre & Bettinaschule hat gleich mit zwei Präsentationen, die aus der Improvisation hervorgegangen sind und ihre inhaltliche Basis in „Romeo and Juliet“ hatten, mit ihren Neuntklässler:innen so überzeugt, dass bereits damals der Gedanke, sich mit allen TUSCH-Partner:innen mit Impro zu beschäftigen, aufkam. René Becker vom English Theatre fand sich auch gleich dazu bereit, den Workshop durchzuführen. Die gebürtige New Yorkerin hat unter anderem Improvisation studiert und arbeitet im zweiten Jahr mit der Bettinaschule zusammen. Sie hat ihrem Workshop den Titel “Magical mistakes – not being afraid to fail!” gegeben. Ihre Maxime: Egal, wenn es nicht perfekt ist! Gerade im Schulkontext, in dem es so häufig ausschließlich um „richtig“ geht, bildet dieser Ansatz einen angenehmen Gegenpol. Über Fehlertoleranz die Angst vor dem Scheitern zu verlieren; wenn das gelingt, dann macht Theaterspielen in der Tat mutig! Auch das Vorurteil, Impro wäre immer extrem schnell, konnte die Künstlerin entkräften: Im Gegenteil, es gehe darum, sich sorgsam und mit Bedacht Dinge zu überlegen, gerne auch einfache, nahe liegende und mit der Gruppe, mit dem „flow“ zu gehen, statt darum zu wetteifern, besonders cool oder originell zu sein, ein Phänomen, das ja nicht nur im Schulkontext zu beobachten ist. „Give them something small; then they are ready to do bigger things!”

Der zweite Workshop fand zeitgleich mit dem Theaterpädagogen und Künstler Marco Schkoda statt, der zum Team des Schultheater-Studios gehört und derzeit in Partnerschaft mit der Berufsbildenden August-Bebel Schule bei TUSCH arbeitet. Formen der Improvisation sind Teil seiner Arbeit; dort und in anderen (Schul)kontexten.

Am Ende der Veranstaltung kamen die Teilnehmenden nochmals zur Abschlussrunde im Saal zusammen: Die Arbeit in den Workshops wurde als durchaus inspirierend und Gewinn bringend empfunden: ein herzliches Dankeschön an René Becker und Marco Schkoda! In der präsentischen Zusammenkunft kam nun ein Stück Vorfreude auf das nächste gemeinsame Unterfangen, das TUSCHpektakel auf. Hoffen wir gemeinsam darauf, dass die Veranstaltung „nach Plan“ stattfinden kann!

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