Klingerschule & theater peripherie

Theater und Schule ist eine wunderbare Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler von einer ganz anderen Seite zu erleben und kennenzulernen.

Annette Grawenhoff

SEIT: 2019/20
ANSPRECHPARTNER*IN:
Annette Grawenhoff
Ute Bansemir
Benjamin Cromme
WUNSCH: Die kreative Kraft, die die Schüler*innen in das Projekt tragen, ist unheimlich motivierend und hilfreich dabei, die eigene Theaterarbeit zu überprüfen, anzupassen und im besten Fall einen Prozess zu ermöglichen, an dem alle nach ihren Möglichkeiten und Bedürfnissen partizipieren können.
Benjamin Cromme

Projekt 2021

Im Rahmen des Möglichen – eine Collage aus der Isolation

Im ersten Jahr der TUSCH-Partnerschaft hat sich der Ergänzungskurs „Darstellendes Spiel“ in der Jahrgangsstufe 12 des beruflichen Gymnasiums für eine „Collage aus der Isolation“ entschieden. Die Inszenierung zeigt über ein „Online-Portal“ fiktive Ausschnitte aus dem Leben junger Menschen, die sich in ganz unterschiedlichen Isolationssituationen befinden und nur über Videobotschaften und Log- bzw. Tagebucheinträge Kontakt zum Rest der Welt oder der Nachwelt aufnehmen können. Auf diese Weise werden die Geschichten der Figuren dem Zuschauer vermittelt. Die Orte und Umstände der Isolation entspringen einer Utopie, einer Dystopie oder dem Status quo. Aufgrund des coronabedingten Lockdowns und des damit verbundenen Distanzunterrichts steht momentan die schriftliche Erarbeitung der einzelnen Szenen im Vordergrund der Theaterarbeit. Zu Beginn des Schuljahres konnte in den Unterrichtsstunden sowie im Rahmen des START-Workshops jedoch bereits Spielpraxis gesammelt werden. Der Besuch einer Theaterprobe zu dem Stück „Beshir im Blätterland“ im TITANIA öffnete den Blick für die Wirkung ästhetischer Mittel und Inszenierungsmöglichkeiten.

TUSCHpektakel 2021

Die Klingerschule hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: hier wurde ein trailer zum Stück, das bald in der theaterperipherie Premiere haben wird, gezeigt, ein abs­traktes Video ohne Schüler*innen, das Lust machen soll, sich die Produktion anzuschauen. „Extraction of a thought – eine Collage“ so der Titel des kurzen Trailers. Eine Libelle fliegt auf ein Stück Holz, wirkt   festgeklebt. Gedanken werden dazu mit Datumsangabe gespro­chen, der Beginn: „Liebes Tagebuch…“. 1.11.2021: Ich bin, solange ich bin, eine Sammlerin – wohin gehe ich. Tak, Tik. 12.11. Wer weiß, ob ich, während das Video läuft, noch lebe – ich kann nicht anders. Sommer 2023. Die Stimme verzerrt. Das Tak, Tik strukturiert die Stimme. „Wie sonst sollen die Menschen ihre Welt verstehen, wenn sie nicht in deine tauchen. Was bin ich ohne du“. Die Libelle ist weg, am Ende wieder da. Die Schüler*innen der NGO waren begeis­tert von dem Video, dem Himmel, dem Spiel mit der Libelle, „Eure Gedanken haben uns zum Denken angeregt.“