IGS Kalbach & Kortmann&Konsorten

Theater ist Haltung.

Dr. Susanne Gölitzer (Schulleiterin)

SEIT: 2019/20
ANSPRECHPARTNER*IN:
Lisa Heydarian
Sarah Kortmann
Ole Bechtold
ZIEL: Schüler*Innen die Möglichkeit geben, reale Theaterarbeit und die Menschen, die damit verbunden sind, kennenzulernen.

Projekt 2021

Die Partnerschaft ist mittlerweile im dritten Jahr. Mit bis zu 25 Schüler*innen der Jahrgangsstufe 5-7 wurden Startworkshops, DS-Stunden in der Schule und schließlich online durchgeführt. Während es jedes Jahr eigene Herausforderungen gab, stehen wir nun – neben individuellen – gemeinsam vor dieser großen Herausforderung namens Corona. Wir haben uns dazu entschieden, „auf Sicht zu fahren“, damit wir uns flexibel den jeweiligen Umständen anpassen können. Zurzeit arbeiten wir mit dem Jahrgang 7. Die Klasse besteht aus 24 Kindern. Das Themenspektrum ist grob betitelt mit „was beschäftigt uns“ und gearbeitet wird damit, was die Schüler*innen mitbringen, und mit technischen und theoretischen Impulsen von uns (Synchronizität, Verfremdung von Text durch Stimme, Körper und Sprache etc.) Das Ziel ist es, am Ende des Jahres etwas zu haben, mit dem sich die Schüler*Innen präsentieren können. Aus zeitlichen wie kreativen Gründen haben wir uns gegen ein festes Narrativ und für die Arbeitshypothese „Szenencollage“ entschieden – momentan imaginiert als Videoprojekt, aber wer weiß…

TUSCHpektakel 2021

Mit toller Musik und Zeitraffer gab es die Einstimmung im Bewegungsraum der Schule. Beherr­schendes Thema war die Pandemie; der Film kann wahrlich als Zeitdokument von Corona gelten. Das Leben vor der Pandemie, die Einschränkungen, das Maskentragen und die Wich­tigkeit, andere Menschen zu schützen („Wir müssen an die anderen denken“, „Man kann auch mit Maske joggen“, „Wir müssen die Asthmatiker schützen“, “Wir bekommen selbst kaum Luft“), die Zeit im Homeschooling / Distanzunterricht, aber auch eigener Frust „Auf was soll man überhaupt Lust haben?“ kamen zur Sprache, ebenso wie eigene Sorgen und Wünsche. „Was macht Ihr, wenn Corona vorbei ist? Auf keinen Fall rausgehen!“. Hier zeigt sich in besonderer Weise, wie wichtig die künstlerische Auseinandersetzung mit sich und der Welt für Schüler*innen gerade in dieser Zeit ist. Durch filmische Mittel wie Filter oder auch synchrones Sprechen, Zeitraffer und Requisiten konnten sich die Jugendlichen zusammen mit ihrer Lehrerin und dem Künstler mit ihrer Situation beschäftigen und eine Form dafür finden. Aber: die gedankliche Auseinandersetzung mit der Pandemie ging in Teilen weit über die persönliche Befindlichkeit hinaus: das Verhältnis Erwachsene – Jugendliche in der Gesell­schaft wurde genauso thematisiert wie die Sorge um die Zukunft des Planeten Erde und den Klimawandel.