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theaterperipherie

 

 

theaterpaedagogik(at)theaterperipherie.de

 

info(at)theaterperipherie.de


www.theaterperipherie.de

 

 

 

 

 

Leitung:
Ute Bansemir
Telefon: 0163 - 87 55 475
e-mail: ute.bansemir(@)theaterperipherie.de

 

Ansprechpartnerin Theaterpädagogik:
Hannah Schassner
Telefon: 0171 - 285 61 81
e-mail:

 

 

Partnerschule 2015/16: Gutenbergschule

Sie finden uns im Titania, Basaltstr. 24, 60487 Frankfurt-Bockenheim


Profil

"Wir sehen - auch nach dem von Sarazzin angestoßenen geistigen Offenbarungseid in Deutschland - keinen Sinn mehr darin, migrantisches Leben zu problematisieren. Denn allzu schnell spiegeln und reproduzieren selbst die bestgemeinten Stücke und Projekte über und mit jungen MigrantInnen nur eine defizitäre Sicht, Vorurteile und bestehende Klischees. Diese Bedenken haben wir in den zahlreichen Publikumsgesprächen gerade von jungen Muslimen immer wieder gehört. Sie bestätigten zwar, dass es Gewalt und die sie rechtfertigenden Strukturen gibt, aber gleichzeitig fühlten sie sich stigmatisiert und von Neuem ausgegrenzt durch ein Theater, das eigentlich ihr Forum sein möchte. Sie sahen sich wieder mal als die Anderen, die Fremden.
Der Begriff INTEGRATION wird in Zukunft in unseren Überlegungen keine Rolle mehr spielen, denn er hat im Gepäck immer das SCHON oder NOCH NICHT. Und wer definiert das SCHON und NOCH NICHT? Diese Gedankenspiele interessieren uns nicht mehr. Wir lenken unsere Aufmerksamkeit auf die TEILHABE. Wer an ökonomischen und gesellschaftlichen Prozessen unserer Gesellschaft teilhat, wird sich mit ihr identifizieren, sich in ihr beheimatet fühlen und sie produktiv gestalten wollen. Wer ohne Teilhabe ist, wird sich nicht gewollt, nicht gebraucht und ausgeschlossen fühlen. Das gilt für alle BürgerInnen unseres Landes, egal ob sie der deutschen Aufnahmegesellschaft angehören, oder aus anderen Ländern gekommen sind. Uns interessiert, wie und wo sich "migrantisches" und "deutsches" Leben berühren, wie sich Arbeit und Zusammenleben gestalten, welche Interessen und Nöte sie teilen, wo die Differenzen liegen, wo sie herkommen und wie sie gelöst werden können. Das bedeutet, dass wir uns den sozialen Fragen unserer Gesellschaft zuwenden, nicht den kulturellen oder ethnischen."
"Unsere Aufführungen sind keine bürgerlichen Kunstübungen und Repetitionen von Deutungen, sondern theatrale Bekundungen des Lebens, Denkens und Fühlens junger migrantischer Menschen auf hohem ästhetischem Niveau. Unsere Erfolge beruhen, wie immer wieder betont wird, auf dem Konzept des Theaters und seiner authentischen Umsetzung auf der Bühne."
Das Theater Peripherie setzt sich immer mit "Menschen und Kulturen" in der bestehenden gesellschaftlichen Struktur auseinander. Dabei arbeitet das Theater mit Darstellerinnen und Darstellern, die ihre Wurzeln in der thematisierten Peripherie haben. Für jedes Projekt wird das Ensemble neu zusammengestellt. Zugleich fühlt sich das Theater Peripherie keiner bestimmten Gruppe oder Kultur verpflichtet - die Stücke sind für jedermann gedacht.


Bisherige Partnerschulen:
Salzmannschule (Hauptschule), Heinrich-Kraft-Schule, Fechenheim (IGS)

Derzeitige Partnerschule: Gutenbergschule (Berufsbildende Schule) 3. Jahr

Derzeitiges Projekt:

 

In Konsequenz aus der Arbeit des vergangenen Jahres zum Thema „Defekt“ - Was kann alles defekt sein? Wie sehen Defekte aus? Warum deutet man etwas als defekt? Was macht diese Deutung mit der Norm von Dingen, Beziehungen, Menschen? - beschäftigen wir uns im Schuljahr 2015/16 mit der Frage nach BEDEUTUNG. Das kann ALLES und NICHTS sein. Und genau darum geht es. Das Team ist das selbe: Moe Salamat (Darsteller bei theaterperipherie), Hannah Schassner (Regisseurin und Theaterpädagogin bei theaterperipherie) und Michael Bachmann (Bühnenbildner und Lehrer an der Gutenbergschule) erarbeiten gemeinsam in einer einmal die Woche stattfindenden Theater-AG („EXIT!“) mit den freiwilligen TeilnehmerInnen eine Stückentwicklung zum oben beschriebenen Thema. Dabei kommen die SchülerInnen nicht nur als Darstellende zum Einsatz, sondern zeichnen sich zum Beispiel auch für Bühne, Licht, Kostüm usw. verantwortlich. Geplant ist dieses Mal nicht nur eine Aufführung beim TuSch-Spektakel im Juli und in der Schule, sondern auch eine große Aufführung bei theaterperipherie im Titania.