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Frankfurter Neue Presse vom 6. Juli 2012

Theater in Schulen hat Zukunft

Stadt und Land haben dem Partnerschaftsprojekt auch für die nächsten Jahre ihre Unterstützung zugesagt

Das Partnerschaftsprojekt "Theater und Schule" (Tusch) hat ein kleines Jubiläum gefeiert. Denn die Zusammenarbeit von Theatern und Schulen in Frankfurt wird seit mittlerweile fünf Jahren gefördert.

Nordweststadt/Bockenheim.Theater gehört in die Schule. Das beweist das Partnerschaftsprojekt "Theater und Schule" (Tusch) seit nunmehr fünf Jahren. Beim fünften "Tuschpektakel" zeigten 500 Schüler auf der Bühne des Studentenhauses in Bockenheim, warum sich die Investition lohnt. Stadt und Land fördern das Projekt, damit Schulen und Theater besser zusammenarbeiten und damit das Schulfach Theater mehr Bedeutung bekommt. Zurzeit gibt es 16 Partnerschaften, letztlich sollen alle Schulen die Chance erhalten, drei Jahre lang eine Theaterkooperation zu entwickeln, die nach Ablauf der Förderung selbstständig weiterbestehen kann. Partner sind die meisten Frankfurter Theater, vom Schauspiel bis zu kleinen, freien Theatergruppen, und Schulen von Grundschulen über Förderschulen, Hauptschulen, Gesamtschulen, Berufsschulen bis zu Gymnasien. Auch für die nächsten Jahre sagten Stadt und Land ihre Unterstützung zu.

Joachim Reiss eröffnete als Leiter des federführenden Schultheater-Studios die Veranstaltung und erläuterte, welche Zeichen mit diesem Spektakel gesetzt werden sollen: Erstens geht es um die Unterstützung des künftigen "Offenen Hauses der Kulturen" im Studentenhaus auf dem Campus Bockenheim, der zum Kulturcampus Frankfurt ausgebaut werden soll. Zweitens sollen die Bemühungen der Theater um die kulturelle Bildung in den Schulen gewürdigt werden, die sie oft trotz geringster Mittel unternehmen. Drittens soll durch das Schulfach Theater jedes Kind und jeder Jugendliche in allen Schulen ein Theaterangebot erhalten. Das funktioniert in den Oberstufen schon ganz gut, aber in den Grund- und Mittelstufen ist Theater immer noch ein zusätzliches Angebot, das nur bei besonderem Engagement der Schule zustande kommt.

Großen Beifall gab es für die Projektleiterin Dr. Gundula van den Berg vom Schultheater-Studio und für dessen gesamtes Team, das die Veranstaltung durchführte. Dr. van den Berg leitet das Projekt von Beginn an und sorgte für eine kontinuierliche Entwicklung und bestmögliche Qualität, was auch im abschließenden Gespräch aller mehr als 30 beteiligten Lehrer und Künstler hervorgehoben wurde. Hier stellte sich heraus, dass die entscheidenden Pfeiler des Projekts in den Schulen die Theaterlehrer sind, die die Sprache der Theaterkünstler am besten verstehen. "In vielen Schulen gibt es dennoch viel zu tun, um das Projekt dort breiter aufzustellen, mehr Lehrer anderer Fächer und auch Eltern einzubeziehen", so van den Berg.