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Frankfurter Neue Presse vom 16.02.2011  

Theater in der Schule als Qualitätskriterium

Nordweststadt. «TUSCH» – Theater und Schulen als Partner – ist ein Projekt des Schultheater-Studios Frankfurt, es regt die langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen an. 16 Partnerschaften zwischen Theatern und Schulen arbeiten seit Schuljahresbeginn daran, gemeinsam Projekte zu entwickeln, Theaterbesuche, Inszenierungsgespräche, Workshops in den Theatern und Besuche von Schauspielern und Regisseuren in der Schule zu organisieren. TUSCH zielt auf die Ver-ankerung ganzheitlicher kultureller Bildung mit theaterpädagogischen Mitteln in den Schulen.

Bereits zum vierten Mal trafen sich die Beteiligten im Schultheater-Studio zum TUSCH-Plenum: Theaterleiter und Schulleitungen, Künstler und Lehrer, Eltern, Schülern und Förderer. Eine Podiumsdiskussion mit der TUSCH-Gründerin aus Berlin, Renate Breitig, die das Projekt bereits im 13. Jahr erfolgreich anbietet, Dr. Heike Hambrock (Grüne), stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses, und Joachim Reiss, Leiter des Schultheater-Studios und Initiator von TUSCH-Frankfurt, gaben Impulse dafür, wie das Erfolgsmodell Berlin auch für Frankfurt weiterhin fruchtbar gemacht werden kann. Dass die Kulturelle Bildung für die Stadt ein wichtiges Anliegen sei, wurde von Hambrock ausdrücklich formuliert. Auf der reichen Theaterlandschaft könne man gut aufbauen, überdies sei TUSCH mittlerweile als bekanntes Projekt in der Stadt angekommen. «Was bewegt sich da? Sind wir dem Ziel der Veränderung von Lern- und Schulkultur bereits näher gekommen?», fragte Joachim Reiss. In Berlin sei die Teilnahme an TUSCH zu einem Qualitätskriterium von Schulen geworden. Der Berliner Senat hat die Förderung des Projektes in seinem Haushalt fest eingeplant. «Auch die Stadt Frankfurt muss Verantwortung dafür übernehmen, damit alle Schulen und alle Theater langfristig mit ins Boot kommen.»

Drei Jahre kann eine Kooperation bei TUSCH, in Berlin und Frankfurt, maximal gefördert werden, danach sollen die Partnerschaften so gefestigt sein, dass sie ohne TUSCH-Förderung auskommen und nach eigenen Finanzierungsmöglichkeiten für ihre weitere Zusammenarbeit suchen. red