17.12.2009 Fototermin bei den „Salzmännern“
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…und natürlich „–frauen“. Einen Tag vor den Weihnachtsferien ging es noch mal so richtig zur Sache in der Salzmannschule, einer Hauptschule im Frankfurter Stadtteil Niederrad, die im zweiten Jahr TUSCH-Schule ist und Partnerin der theaterperipherie von Alexander Brill. Soheir, ein Schüler der Gruppe, spielt seit einiger Zeit auch in der theaterperipherie selbst als Darsteller mit. Die anderen Schülerinnen und Schüler bilden eine äußerst heterogene Theatertruppe: Viele Nationen, viele Altersstufen, viele Interessen. Einige sind erst seit kürzester Zeit in Deutschland und von daher in einer so genannten Integrationsklasse untergebracht, andere gehen seit kurzem in eine Regelklasse des Jahrgangs 9.
Bei den Präsentationen der Ergebnisse der workshops vom November dieses Jahres im Rahmen der Frankfurter Schultheatertage hat sich die Gruppe bereits durch ihre ironische Auseinandersetzung mit „Pennern und Nazis“ positiv hervorgetan. Auch heute arbeitete die Gruppe mit den beiden Theaterpädagogen Ute Bansemir und Philipp Haines, die noch Jan Rosenbauer dabei hatten, der „eigentlich nur der Techniker“ ist, aber so viel Spaß hat, mit den Schülern zu arbeiten, dass er beschloss, heute mit zu kommen. Unterstützt werden die drei von den Lehrkräften Monika Binger und Hartmut Prescher.
Gemeinsam gilt für alle Schüler hier: einen Umgang zu finden mit Sprache, der eigenen und auch der zu erlernenden deutschen, der sich über Körperarbeit herstellen lässt. Durch Improvisation kommen sie zum Spiel, und finden dann sprachliche Ausdrucksmittel. Schön zu beobachten, mit welcher Ernsthaftigkeit und Disziplin diese durchaus zum Teil in anderen Zusammenhängen sehr verhaltensauffälligen jungen Leute hier miteinander umgehen und in den Improvisationen agieren. Wir sind gespannt; was sie sich im Laufe des TUSCH-Jahres dieses Mal erarbeiten – wie werden es auf dem SCHpektakel sehen!
Die Theater-AG der Hauptschule besteht aus Jugendlichen unterschiedlichen Alters (13 bis 17) und neun Nationen. Unter dem Titel „JA! Chaos in REWE!“ entwickeln sie mit zwei Theaterpädagogen eine Geschichte, die ihrer Alltagswelt entspringt. Sie alle haben eins gemein: Sie sind noch nicht lange in Deutschland. Daraus resultiert ein ungewöhnlicher, erfrischender Blick auf ihre Umwelt und ihre Situation.
Aufführungen:
Am 6. und 7. Mai wird im Rahmen des theaterpädagogischen Festivals „Feindliche Brüder“ von „theaterperipherie“ -unser TUSCH-Kooperatinspartner - das Stück "Chaos bei Rewe" in der Jugendkulturkirche Sankt Peter aufgeführt.Außerdem nimmt die Gruppe teil an den Frankfurter Schultheatertagen, die ab dem 11. Juni im Künstlerhaus Mousonturm stattfinden.
Der genaue Termin für die Salzmannschüler ab demnächst hier!
