Was wir wollenNachhaltig und kompetent: Kulturelle Bildung für alle ! TUSCH will an in Frankfurt bereits vorhandenen Kooperationen und Strukturen anknüpfen, sie vertiefen und erweitern. Partnerschaften sollen längerfristig Zeit haben, um sich zu entwickeln, wodurch das Projekt Kontinuität und Nachhaltigkeit erfährt. Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche mit dem „Lernort Theater" machen, beeinflussen das Verhältnis zu Kultur und Bildung auf verschiedenen Ebenen dauerhaft positiv - für den einzelnen Schüler / die einzelne Schülerin auf der Suche nach Ausdrucks- und Gestaltungsmitteln,
- für die Gruppe / die Klasse / den Jahrgang, wobei die SchülerInnen sich und einander anders wahrnehmen und erleben können als im Klassenzimmer,
- für die Schule / die Schulgemeinde, die nach innen über die gemeinsame Bindung an ein Theater ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln und nach außen ihr Profil schärfen und ihr Schulprogramm erweitern kann,
- für das Selbstverständnis in der Nutzung kultureller Angebote eben auch der Jugendlichen oftmals schwer zugänglichen „Hochkultur" der Stadt, in der sie leben und deren Teil sie sind,
- für das Lernen mit außerschulischen Partnern, die nicht mit einem dezidiert pädagogischen Auftrag an die SchülerInnen herantreten,
- für die Theater, die Einblicke in die Vielfältigkeit jugendlicher Lebenswelten erhalten.
In der Begegnung mit dem außerschulischen Lernort Theater will TUSCH einen Beitrag dazu leisten, ästhetische Bildung im Schulalltag zu verankern. Durch die längerfristige Partnerschaft einer Schule mit einem Theater sollen eventuelle Berührungsängste abgebaut und das Theater zu einem selbstverständlichen Teil jugendlicher Lebenswelten werden. Darüber hinaus will TUSCH den Gedanken von interdisziplinärem Lernen fördern, indem es sowohl fächerübergreifend als auch projektorientiert ansetzt. Die Projekte bereichern die Arbeit aller Beteiligten und sind geprägt von dem Gedanken der gegenseitigen Öffnung und beiderseitigem Geben und Nehmen. Theater begegnen ihrem Publikum von morgen Durch die Kommunikation mit den SchülerInnen erhalten die Theater einen Einblick in die Köpfe des Publikums von morgen und können ihren eigenen Horizont erweitern, indem sie durch die Kooperation mit SchülerInnen die Möglichkeit erhalten, die Interessen, Haltungen und Erfahrungen junger Menschen wahrzunehmen. Die Theater sollen die SchülerInnen mit dem umfassende Spektrum ihrer Arbeit bekannt machen, sich aber auch be- und hinterfragen lassen. Aus diesem Dialog können sich neue Impulse für eine aktuelle und zeitgemäße Theaterarbeit ergeben. Darüber hinaus wird den Bühnen durch TUSCH der Zugang zu sonst eher theaterfremdem Publikum erleichtert. Dies kann sich positiv auf das Engagement in Theaterjugendclubs auswirken. SchülerInnen erobern das Theater für die Schule Wichtig bei einer Partnerschaft von Schule und Theater ist die Einbeziehung der gesamten Schulgemeinde. Ziel ist es, möglichst viele Unterrichtsfächer in das Projekt mit einzubeziehen, wobei das Fach DS hier eine besondere Rolle spielt. Weitere Fächer, die je ihre Fragestellungen einbringen sind Deutsch, Fremdsprachen, Geschichte, Gesellschaftslehre, PoWi, Informatik, die Bildende Kunst, Musik, Arbeitslehre und Sport. Ein wichtiges Ziel ist es, das Produkt oder auch die Produkte, die aus der Kooperation entstanden sind, in der Schule öffentlich zu machen und damit die Schulkultur zu entwickeln, wobei schon an der möglichen vielfältigen Fächerbeteiligung deutlich wird, dass es sich bei den Präsentationen keineswegs allein um Theateraufführungen handeln muss. Mit Blick auf die hessenweiten Haupt- und Realschulprüfungen bieten Präsentationsmöglichkeiten im Rahmen von TUSCH Motivation und Ideen. SchülerInnen entdecken das Theater für sich Frankfurter Theater sprechen mit ihren Aufführungen eine Vielzahl von Themen an, die Heranwachsende auf der Suche nach ihren Orten in der Welt beschäftigen. Die Inhalte der Theaterstücke bieten ein großes Spektrum an Auseinandersetzungsmöglichkeiten in historischen, politischen, sozialen, psychologischen und ästhetischen Bereichen. Die längerfristige Beschäftigung mit Theater birgt die Chance, Fragen der eigenen Existenz im Bühnengeschehen zu spiegeln. Durch die ausführliche Beschäftigung mit einem Stoff, einem Stück oder einer Frage und den damit einhergehenden Umsetzungsmöglichkeiten kann eine Tiefendimension und Empathie erreicht werden, die weit über das Erleben beim einmaligen Schauen eines Stückes hinausgeht. Durch das Eingebundensein in das prozesshafte Geschehen können die SchülerInnen ein Gespür für die Entstehungsgeschichte eines Stückes bekommen, die nicht unähnlich der eigenen prozesshaften Entwicklung ihres Individuums ist.
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